La vuelta al cole

….heisst nicht nur Schulbeginn, sondern generell zurück zur Routine für alle. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Sommer war wirklich toll. In Deutschland war ich auch. Das war für Jakob toll, für mich eher langweilig. Nichts hilft besser für sein Deutsch. Ich fühlte mich wirklich ein paar Monate auf rosa Wattewolken. Und ich habe wieder festgestellt wie glücklich ich hier bin.

Aber die Routine naht. Jakob hat morgen seinen ersten Schultag. 1. Klasse. Schluchz.

Eine Schultüte habe ich ihm gebastelt, er wird damit morgen überrascht und wird das einzige Kind mit Schultüte sein, es ist eine deutsche Tradition, kennt hier kein Mensch ;),
sie bleibt natürlich zu Hause.

Sie sieht aus als hätte Jakob sie gebastelt, ein Glück gibt es hier keine Schultüten-Mama-Bastelkonkurrenz.

Und der erste Schultag wird auch nicht besonders gefeiert, aber ich bin schon etwas melancholisch…

Das heisst wieder Morgens-aufsteh-Militärton, zur Schule rasen, zur Arbeit rasen, nein halt, stop and go zur Arbeit….genau getakter Alltag. Die Tage werden dunkler, es wird kälter, hach ja….;). Noch ist ja September, den ich eigentlich ganz gerne mag…

Zwangsausgehen

Und wenn wir schon mal am Schreiben sind ;), eine Anektode aus meinem Alltag ;).

Endlich habe ich wieder Restaurantstickets, wobei es mittlerweile eine Mastercard ist. Gibt´s zwar in Deutschland, aber die Regeln sind anders und es hat sich nicht so durchgesetzt. Hier schon. Der Arbeitgeber darf bis zu 220 EUR im Monat zum Gehalt eine Art Restaurantguthaben steuerfrei auszahlen. Das hatte ich schon mal in meiner vorigen Firma vor vielen Jahren und schmerzlich vermisst, weil man unterwegs Geld ausgibt, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Das kann ein Salat zum Mitnehmen sein, ein richtiges Restaurant, ein Café (ja, daher kommt meine Ausgabe von 1 Euro nochwas letztens 😉 )…und natürlich alle Fast-Food-Ketten. Überall wo das Zeichen dranklebt konnte man immer zahlen. Die eigentliche Idee ist, dass der Arbeitnehmer damit mittags was isst. Nur komme ich als Teilzeitkraft selten dazu. Also habe ich bereits mehrere hundert Euro Guthaben. Wir waren auch im Süden im Urlaub. Da hoffte ich, das Guthaben ein bisschen unter die Wirte zu bringen. Die zusammen arbeitenden Essenstätten waren im Süden äusserst dürftig, was bei uns hier anders ist, so dass ich nur einmal mit dieser Karte zahlte.

Wieder zu Hause erzählte ich einer Freundin, dass das Angebot dort unten recht dürftig sei, meinte sie: Ach, du hast die Karte limitiert? Ich kann überall zahlen..

Ohhh, auf die Idee kam ich gar nicht. Wofür haben die denn diese Datenbank, die man abfragen kann, innerhalb der App, die ich runterlassen musste, um die Karte zu aktivieren? Ich probierte es gestern aus und tatsächlich. Ein Thailänder, der gar nicht in der Datenbank drin war, nahm die Karte auch. Tzz, hätte ich das mal vorher gewusst. Supermarkt hatte ich schon ausprobiert, das ging natürlch nicht, aber wer weiss. Es steht auch nirgends. Meine Freundin meinte, das könnte die Personalabteilung bestimmen, in Foren steht, man kann es abfragen, kann ich aber definitiv nicht. Nun ja, egal, das Geld kommt so schneller unter die Wirte, umso besser. Notfalls muss ich öfter ausgehen ;).

ob ungesund entscheidet die Gesellschaft

Mag gar nicht wieder runterleiern, dass ich mich lange nicht mehr gemeldet habe. Ist halt so ;). Zwischendurch hat sich mein privater Laptop bei nem Update verabschiedet, und ich schreibe ungern auf dem Firmenlaptop. Jedenfalls geht es mir gut.

Es ist Sommer, und das ist ja sowieso eine Zeit, die ich liebe. War ein ziemlich intensives Wochenende. Jakob kam kaum aus dem Pool raus und wir hatten gestern und heute Besuch, zwischendrin einen Geburtstag. Und im Urlaub waren wir auch schon. Jakob hatte schon seinen letzten Kindergartentag, geht zur Zeit in die Ferienbetreuung und kommt im September in die 1. Klasse, mein grosser, kleiner Junge.

Beziehungs- und Jobtechnisch kann mich auch zur Zeit nicht beschweren.

Gerade die Tage war das Thema, was Kinder alles schon dürfen sollten. Eine deutsche Freundin regte sich auf, dass ihr Kind nicht alleine den Schulweg laufen darf, obwohl der Weg easy ist. Hier ist das frühestens in der 3. Klasse der Fall, und die meisten werden auch viele weitere Jahre gebracht. Mein 11-jähriger spanischer Neffe hat mit seiner Mutter diskutiert, ob er alleine auf den Spielplatz darf. Gerade die Tage habe ich in einem deutschen Forum von einem Helicopter Vater gelesen, der seine Grundschulkinder nicht alleine auf den Spielplatz lässt und sie 150 m zur Schule bringt. Die Antworten waren einstimmig, dass das sehr ungesund sei für die Kinder und sie sich nicht normal entwickeln werden können. Andere Beispiele waren eigentlich wie es hier normal ist. Heute erzählt Schwägerin, dass sie ihren Sohn nicht alleine in die weiterführende Schule laufen lassen will, auch 150 m weg, d.h. in der 7. Klasse, das finde ich schon sehr krass. In Deutschland gilt das alles als sehr ungesund, und hier ist es Normalität. Dass sich die Kinder hier so frúh nicht frei bewegen können, heiss ich nicht für gut, aber dass ich es nicht gleich machen kann wie in Deutschland ist klar. Mein als 5-jähriger hat ja in Deutschland mit seinem 8-jaehrigen Cousin schon den Opa alleine besucht und den Hund Gassi geführt, hier nicht. Ich muss irgendeinen Mittelweg finden, denn einen Unselbständigen, der nicht ausziehen will, mag ich nicht erziehen ;).

Finde es aber allgemein spannend, dass Kinder bekloppt werden, wenn man sie nicht lässt und hier werden die meisten in dem Stil erzogen. Allegemein kann man schon sagen, dass die Kinder hier trotzdem erwachsen werden, allerdings schreibe ich einen Teil auch dieser Haltung zu, dass die Jugendarbeitslosigkeit und die sich nicht selbst ernährenden Erwachsenen bei Mama und Papa wohnenden -anzahl aus gutem Grund hoch ist.

Der Mann meines Lebens

Bei einem der letzten Einträge schrieb Milou so etwas wie, dass Rüdiger wohl nicht zu mir passen würde. Kann schon sein, aber das tut es die Mehrheit der Männerwelt wohl auch nicht. Ich habe evtl. die Hälfte meines Lebens damit verbracht, ihn nicht gefunden zu haben, also kann es ihn schon mal nicht geben. Immmerhin hat meine jetzige Beziehung nichts Kompliziertes, das waren eigentlich alle anderen. Natürlich arbeite ich mehr an der Beziehung, weil auch ein Kind im Spiel ist, aber ich würde nicht wollen, dass man WEGEN der Beziehung zusammen bleibt.

Der Urlaub in Deutschland war wirklich toll. Wir hatten viel Spass und Jakob hat das erste Mal Silvester in Deutschland verbracht. Wir haben uns alle drei gut verstanden wie eigentlich in jedem Urlaub.

Anfang des Jahres krachte es aber gerade wegen dem Kind so sehr, dass ich meinte, das ginge so nicht weiter. Wir fanden auch nach Gesprächen keine Lösung. Ich gab zur Bedingung, entweder wir lassen uns beraten oder das war´s. Und so gingen wir zur Familienberatung. Es war mir vor allem wegen dem Kind wichtig, egal was sein wird, er wird immer sein Vater bleiben. Ein Satz hatte mich sehr verärgert. Er sagte zu Jakob als dieser ihm gegenüber abweisend war: Du wirst mich noch viele Jahre ertragen müssen. Also das wünsche ich meinem Kind nun wirklich nicht, „seine Eltern zu ertragen“.

Ich bin wirklich erstaunt, wie gut die Entscheidung war. Ich hatte ein bisschen Angst, die Kultur würde sich mir querstellen, aber es ist gar nicht so. Es gibt mir Recht, ohne dass es eine Schuldzuweisung geben muss. Ich hoffe, es bringt etwas auf lange Sicht. Zumindest zur Zeit scheint er es verstanden zu haben. Die Männer sind auf einer Fahrradtour. Wir gehen immer noch hin. Immerhin habe ich dann alles Mögliche versucht, vielleicht kann sich wieder Vertrauen und Respekt entwickeln, ich hoffe es.

Geschichten, die das Leben schrieb

Lang nicht mehr gemeldet, finde ich selbst doof. Irgendwie fühle ich mich nicht frei, vielleicht, weil es wordpress ist, vielleicht weil bloggen so berühmt geworden ist?

Eigentlich, Quatsch…denn es liest mich hier ja kaum jemand. Aber dann schreibe ich irgendwie immer denselben Mist.

Aber…es geht mir gut. Das ist doch die Hauptsache.

Ich habe ja schon immer gerne wahre Geschichten gelesen. Oder auch geguckt. Am liebsten gucke ich so richtig fiese Lebensgeschichten bei Youtube, bei denen zum Beispiel Kinder bei der Geburt vertauscht wurden und es das eine super schwer hatte. Oder auch Berichte, z.B. über Resilienz. Dort heisst es, ca. ein Drittel der Menschheit sei von Geburt an resilient.

Ich würde ja behaupten, ich gehöre dazu, sonst hätte ich meine Kindheit nicht so gut überstanden.

Und deshalb lese ich wohl auch gerne Online-Tagebücher. Geschichten, die das Leben schrieb. Mit Science-Fiction konnte ich noch nie was anfangen, ich mag lieber die reale Welt.

Sehr erheiternd fand ich letztens als ich selbst in einem eigentlich für mich fremden Leben vorkam. Ich habe mich wirklich amüsiert, später aber musste ich doch viel nachdenken.

Es geht um einen Eintrag von Mo the Show, der über das Fremdgehen berichtet.
Mir kam gar nicht in den Sinn, dass ihm nicht in den Sinn kam, dass ich NICHT lesen würde. Ich lese fast alle alten Schreiber noch.

Und dort dann durfte ich endlich erfahren, dass ich vor vielen Jahren betrogen wurde. Vermutet hatte ich das ja schon immer, allerdings mit seiner jetzigen Frau. Seien wir ehrlich. Ich wusste ja schon von alten Beiträgen, dass es bei ihm vorkam. Jedenfalls war es meine Vermutung als die Beziehung den Bach runter ging und er kein Klärungsbedarf hatte.

Allerdings wenn ich so nachdenke, und diese Fragen sind hypothetisch, eine Antwort erwarte ich nicht:

Warum wurde es verheimlicht? Warum wurden keine Konsequenzen gezogen?
Es hätte mir so vieles vereinfacht, Zeit gespart. Es gibt keine besseren Schluss-Strich als diesen. Es gab keine Kinder, eine Fernbeziehung. Nein, da wird so rumerzählt, dass alles gerade aussieht. Verlogen. Um es sich einfacher zu machen. Weil Man(n) keine Eier in den Hosen hat. Aber wie gesagt, ich suche keine Antworten. Es wäre nur so einfacher für mich gewesen und ehrlicher.

Ok, wegen einer Sache könnte ich mir den A…beissen. Ich hatte kurz bevor Schluss war einen Mann kennen gelernt. Ich konnte es nicht lassen und traf ihn nach zwei Treffen dann alleine, ohne meine Beweggründe zu verstehen. Und als wir schon den halben Tag verbracht hatten, knallte ich ihm zum Selbstschutz rein: Ich gehe vielleicht nach Deutschland zu meinem Freund.

Schliesslich war ich in einer Beziehung.

Wie wäre es wohl weitergegangen, wenn ich das nicht so gesagt hätte?

Dem Mann fiel die Kinnlade runter. Nach dem Drink nahm er seine Jacke und ging.

Ich glaube, er hatte echtes Interesse. Vielleicht hätte ich heute drei Kinder mit ihm.

Vielleicht hätte ich auch nur ne nette Nacht mit ihm gehabt. Aber ich war ehrlich.

Ich hatte dieses Ereignis zugegebenermassen schon wieder vergessen, und es fiel mir erst wieder ein als ich Mos Eintrag las und versuchte, darüber nachzudenken, wann es gewesen sein könnte. Das soll jetzt nicht so schicksalsmässig rüberkommen.

Was ich wirklich gar nicht bereue: Ich bin mir selbst treu geblieben.

Ich bin da geblieben, wo ich glücklich war und glücklich bin, ich habe meinen Traum weitergelebt.

 

 

 

 

Bittersüss

Heute habe ich frei, habe mir bis Weihnachten eine 4-Tage-Woche geschaffen, weil ich noch Resturaub hatte, den ich bis Ende des Jahres genommen haben muss. Habe ich dann mal einen Moment für mich, heute sind es sogar Stunden, fange ich an, über mein Leben nach zu denken. Nachwievor fühle ich mich etwas gefangen in meiner Entscheidung zu meiner Beziehung, andererseits geht´s mir im Leben nicht schlecht, ich würde es als bittersüss bezeichnen.

Kind, Freunde, Job im Grossen stimmt es doch, es ist ok, manchmal bin ich sogar stolz.

Mein Kind liebe ich einfach abgöttig. Die Tage haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten im wahrsten Sinne des Wortes. Es fing an mit: „Mama, wie kam der erste Mensch auf die Welt?“ In diesen Tagen habe ich jegliche fällige Themen abgeklopft, von Gott und Religion, über Evolution bis zur Aufklärung. Ich wollte möglichst neutral bleiben und erklärte, dass manche an die Evolution glauben, andere an Gott wie er die Welt erschuf. Er dachte kurz nach und meinte: Mama, ich glaube, wir stammen von den Affen ab, das habe ich im Museum gesehen!

Mein Vater hatte meinem Sohn mal eine Kinderbibel geschickt. Weiss der Geier warum, er müsste wissen, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin, vielleicht aber auch nicht.
Nachdem diese zwei Jahre auf dem Schrank lag, fragte ich eine Freundin, ob sie sie haben wolle, ihre Kinder sind getauft. Sie freute sich und meinte, dass sie zumindest darüber etwas wissen sollten. Da hat sie absolut recht. Ich wollte dann mit dem Thema zu Weihnachten anfangen, aber ok, Jakob kam mir zuvor.

Das sind dann die Momente, dich ich total schön finde und mir als Mutter immer ausgemalt habe.

Ich finde meinen Sohn einfach klasse, klar, es ist meiner ;). Sehr wissbigierig, ziemlich schlau, testet aber auch gerne seine Grenzen. Damit hat Rüdiger ein Problem. Ich gar nicht.

Disziplin käme vor Liebe sagte er letztens. So ein Scheiss dachte ich nur. Es ko… mich nur an, dass ich dann als „laisser-faire“ Mama dastehe. Es gibt aber auch eine gute Mitte finde ich!

Bei der Arbeit lasse ich alles auf mich zukommen. Habe noch eine besch… Prfüfung kurz vor Weihnachten, aber ich glaube, es ist ganz gut so, sonst wäre ich fast schon zu relaxt.

Ich bin versetzt worden, mein Ex-Chef hat kein Wort mit mir darüber geredet. Keine professionelle Art, aber nach 7 Jahren stumpft man bei sowas ab. Meinen Ingenieurstitel habe ich aber immer noch, nur ein anderer. Der andere war mir sogar eher peinlich, weil ich gar keine Kenntnisse dafür hatte, man sie mir aber für 6 Wochen zutraute. Deswegen wurde ich aber nicht versetzt, mein neuer Kollege auch, obwohl er auch für was anderes eingestellt wurde, weil wir eben besser zu Abteilung xy passen würden.  Habe dann Rüdiger davon erzählt, der nur im abfälligen Ton meinte: „Du bist stolz auf Titel?“. Es ist ja wohl legitim, dass man sich nicht Kartoffelschäler nennen will, wenn man eigentlich als Koch arbeitet, auch wenn man keine Kochausbildung hat. (Ich habe nicht studiert). Also erlaube ich mir zu sagen, dass mich ein Kartoffelschälertitel stören würde, ja. Mein fehlendes Interesse für Karriere sollte eigentlich klar sein. Wenn ich dann mal einen Job haben sollte, der mich von Herzen interessiert UND ernährt, erst dann habe ich es wirklich geschafft.

Mein Geldsegen von dem ich privat erzählt hatte, hat mir gezeigt, dass es mir materiell an nichts fehlt. Ok, wenn eine 0 mehr dran gewesen wäre, hätte das wohl schon was verändert, aber ich habe das meiste Geld immer noch auf dem Konto. Davon bezahlt habe ich unseren Sommerurlaub, die deusche Ferienbetreuung von Jakob und einen privaten Laptop, da ich mich mit der neuen Firma nicht traue, privat zu surfen. Ein Auto wird mal fällig, aber ich habe letztens in der engen Tief-Garage des Büros das 3. Mal die grüne Wandfarbe an meinem Auto verewigt, also ein Neues wird es garantiert nicht.
Nicht das Geld an sich macht glücklich, sondern die Erkenntnis, dass man nie etwas Materielles vermisst hat und es einem so viel bewusster wird. Ich werde schon noch was damit machen, aber ich habe da so ein paar Strategien…

Ansonsten freue ich mich auf die Adventszeit….

 

 

TÜV

Der Tag fing nicht sehr vielversprechend an. Es goss wie aus Eimern. Ich hatte online einen Arzttermin ausgemacht, weil Jakob abends ganz schlimm hustete. Morgens ging es besser, ich cancelte den Termin wieder mit einem schlechten Gewissen und brachte ihn direkt in den Kindergarten. Regen bedeutet hier sowas wie in meiner Heimat ein grosses Schneechaos. Normalerweise warte ich das Heftigste ab, arbeite von zu Hause und fahre dann ins Büro. Aber ich hatte einen Termin bei der Werkstatt gegenüber vom Büro. Ich war nämlich letzte Woche beim TÜV, leider nicht erfolgreich, aber egal. Später mehr. Und da stand ich dann erstmal im Stau. Nach 1 h 40 min kam ich an. Ausserhalb der Rush-hour sind es eigentlich 20-25 Minuten. Morgens sind es geplante 50 Minuten….dort viel später angekommen meinte der Mechaniker, es seien jetzt so viele vor mir reingekommen, er wüsste nicht, ob er das heute noch schaffe. Na, danke. So mag man die Morgende. Aber ich hatte Glück er fand den Fehler beim Licht. Wenn man bremste, gingen andere Lichter zum Teil aus. Ehrlich gesagt weiss ich bis heute nicht welche, da nur hinten. Rüdiger hatte sie letztes Jahr ausgetrickst, aber ich hatte falsch verstanden wie, und so bemerkten sie den Fehler, und das Auto fiel durch. Ach so, ich weiss gar nicht mehr genasu wie das in Deutschland läuft, aber hier fährt man durch eine Art Parkour. Ich liebe es, wenn es auf catalán heisst: Und jetzt Fernlicht an. Und jetzt … Ich war ja schon nervös genug, da die Fahrertür  von innen nicht mehr aufgeht. Da hatte ich Glück: Ich wurde gebeten, auszusteigen. In dem Moment drehte sich der Prüfer kurz um, und ich öffnete schnell von aussen mit sowieso schon geöffnetem Fenster. Als Mangel wurde also nur das Licht aufgeführt.
Der Mechaniker heute guckte auch kurz auf die Tür, aber das sei komplizierter und würde länger dauern, also da mal gucken, das Auto ist ja schon 14 Jahre alt, und ich freue mich über jedes weitere Jahr. Jedenfalls fuhr ich heute ohne Termin vor, musste mich aber genauso anstellen wie die neu geprüften Autos. 1 H 15 Minuten! Letzte Woche wartete ich mit Jakob keine 10 Minuten. Die wollten mich bestimmt ärgern, weil ich durchgefallen war, wenigstens kostet das erneute Vorfahren nix. Diesmal bekam ich den Aufkleber und der Prüfer sagte: Bis in zwei Jahren! Ich dachte, er hatte sich versprochen, denn ein Auto ab 10 Jahre muss hier jährlich zum TÜV. Kostet aber auch „nur“ 40 EUR. Zu Hause meinte Rüdiger, das sei bestimmt ne neue Bestimmung wegen der Dieselsache, und ich dachte, das sei eine neue EU-Norm. Ich guckte mir den TÜV Bericht an und fand den Fehler: Die hatten mein Auto 10 Jahre jünger gemacht. Da auf dem Fahrzeugschein auch der Stempel bis 2020 zeigt, der Aufkleber auf dem Auto sowieso habe ich keine Bedenken. Bis also in zwei Jahren, falls es bis dahin überhaupt mitmacht ;).